ibu Ingenieurbüro für Baubiologie und Umweltmesstechnik Dr.-Ing. Martin H. Virnich
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"Messung + Analytik"

Untersuchungen
auf Asbest und Künstliche Mineralfasern (KMF)

KMF-Probenahme
Pumpenkoffer
mit Probenahmekopf für Raumluftprobenahmen
nach VDI 3492

Asbest ist ein natürliches Mineral (Silikat), das in Deutschland aufgrund seiner vielfältigen positiven technischen Eigenschaften bis in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts verwendet wurde. Nachdem es wegen biologischer Risiken für Verarbeiter und Nutzer endgültig vom Markt genommen wurde, ist es heutzutage immer noch reichlich in Gebäuden vorhanden.

Zum Beispiel:

  • Dachdeckung (alte "Eternit-Platten")
  • Abwaserrohre, Trinkwasserrohre, Lüftungskanäle
  • Spritzasbest als Brandschutz an Stahlträgern
  • Leichtbautrennwände (innenliegender Kern aus schwachgebundenen Asbestplatten)
  • Asbestpappe in Heizkörpernischen
  • Ummantelungen von Leitungen, Kabelkanälen, Lüftungsrohren
  • Nachtspeicheröfen
  • etc.

Künstliche Mineralfasern (KMF) haben Asbestprodukte in vielen Bereichen ersetzt, auch wenn sie ebenfalls ein - häufig zu gering beachtetes - Gesundheitsrisiko bergen. Insbesondere ältere KMF sind kritisch zu bewerten: Durch eine Materialanalyse kann der Kanzerogenitätsindex (KI) von KMF bestimmt werden. Damit wird eine Einstufung gemäß TRGS 905 möglich, die zwischen eindeutig krebserzeugenden Stoffen (Kategorie 2 mit KI < 30) und Stoffen, die im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen (Kategorie 3 mit KI > 30 und < 40) unterscheidet. Stoffe, die einen KI > 40 haben, werden nicht als krebserzeugend eingestuft (Freizeichnung).

Unser Leistungsspektrum im Bereich Asbest / KMF umfasst:

  • Objekt-Begutachtungen / Schadstoffkataster
  • Bewertung der Dringlichkeit der Sanierung gemäß Asbestrichtlinie bzw. Umweltbundesamt für KMF
  • Planung von Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten (ASI) gemäß TRGS 519 (Asbest) bzw. TRGS 521 (KMF)
  • Betriebsanweisungen
  • Raumluftmessungen gemäß VDI 3492 zur Feststellung einer Kontamination sowie während und nach Abschluss von ASI-Arbeiten ("Freimessungen")

Methodik der Raumluftprobenahme und Laboranalytik:
Die Raumluft wird – unter Nutzungssimulation zu Beginn der Probenahme – mit einer Probenahmepumpe durch ein goldbeschichtetes Filter gesaugt, in dem luftgetragene Partikel hängen bleiben. Die im Filter verbleibenden Rückstände werden im externen Labor gemäß VDI 3492 quantitativ auf Asbest und/oder künstliche Mineralfasern untersucht.
Die Dauer der Luftprobenahmen (Pumpenlaufzeit) beträgt 8 Stunden. Während der Pumpenlaufzeit darf der beprobte Raum Dritten nicht zugänglich sein.

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