ibu Ingenieurbüro für Baubiologie und Umweltmesstechnik Dr.-Ing. Martin H. Virnich
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"Messung + Analytik"

E-Feld-Messung
Messung elektrischer Wechselfelder in der Nähe einer Hochspannungs-Freileitung

Grundstücksuntersuchung:
Messung niederfrequenter elektrischer und magnetischer Wechselfelder

Vor dem Kauf eines Grundstücks können die vorhandenen Immissionen erfasst werden. Die Hochfrequenz-Immissionen werden mittels Spektrumanalyse gemessen, die niederfrequenten Immissionen durch elektrische und magnetische Wechselfelder wie im Folgenden beschrieben. Die Messergebnisse können für die Kaufentscheidung relevant sein oder für Sanierungsentscheidungen eine wichtige Rolle spielen.

Grundsätzlich gilt die Vorgehensweise für bebaute wie unbebaute Grundstücke.

Niederfrequente elektrische Wechselfelder gehen von unter Wechselspannung stehenden Kabeln, Leitungen, Geräten und Anlagen aus. Sie sind auch vorhanden, wenn kein Strom fließt.
Magnetische Wechselfelder entstehen, wenn ein entsprechender Wechselstrom fließt. Die Höhe des Magnetfelds wächst mit der Stärke des Stroms.

Vorgehensweise

Die Felder werden mit dreidimensionalen, richtungsunabhängigen (isotropen) elektrischen (E) bzw. magnetischen (M) Feldsonden gemessen.

Die von der Bahnstromversorgung erzeugten Felder können anhand der Frequenz von den Feldern der elektrischen Energieversorgung (Gebäudeinstallation, Erdkabel, Hochspannungs-Freileitung) unterschieden werden. Denn bei Bahnstromanlagen beträgt die Frequenz 16,7 Hertz, bei der elektrischen Energieversorgung dagegen 50 Hertz.

Elektrische Felder sind im Zeitverlauf ziemlich konstant, da die Netzspannungen üblicherweise nur um ca. 10 % schwanken. Hier genügt daher eine Momentaufnahme der Felder.

 

 
 Hochspannungsleitung über HausHochspannungs-Freileitung
über einem Wohnhaus

Mlog3D

Datenlogger für die Magnetfeld-Langzeitaufzeichnung auf einem unbebauten Grundstück

Da magnetische Wechselfelder stark schwanken und zu unterschiedlichen Tageszeiten sehr unterschiedliche Werte aufweisen können, wird hierfür eine Langzeitaufzeichnung über mindestens 24 Stunden mittels Magnetfeldlogger durchgeführt. Der Magnetfeldlogger wird beim Ortstermin in Abstimmung mit dem Auftraggeber an einem Messpunkt platziert, an dem er keinen mechanischen Erschütterungen ausgesetzt ist, da Erschütterungen sich als – in Wirklichkeit nicht vorhandene – Magnetfeldimmissionen im Messergebnis niederschlagen können. Der Magnetfeldlogger wird vom Auftraggeber nach Ablauf der Aufzeichnungsdauer ausgeschaltet und zurückgeschickt.

Mit einer Rastermessung wird zusätzlich versucht zu ermitteln, ob die Magnetfelder hauptsächlich von der Hochspannungs-Freileitung verursacht werden, oder vom Erdkabel der lokalen Stromversorgung, das üblicherweise unter dem Bürgersteig verlegt ist. Diese Differenzierung ist meistens möglich, kann aber bei ungünstiger räumlicher Lage der Hochspannungsleitung und des Erdkabels relativ zueinander im Einzelfall auch nicht möglich sein.

Außerdem wird die Stärke der 50Hz-Magnetfelder der elektrischen Energieversorgung an mehreren Punkten im Vergleich zueinander ermittelt. Hierdurch wird festgestellt, welche Bereiche durch die Magnetfelder stärker und welche schwächer belastet sind.

Bewertung und Gutachten

Die Messergebnisse werden in einem schriftlichen Gutachten protokolliert und erläutert und den Grenzwerten der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (26. BImSchV), den Vorsorgewerten der Schweizer NISV (Verordnung zum Schutz vor nicht ionisierender Strahlung), den Richtwerten der TCO (strahlungsarme Computermonitore), den Vorsorgewerten der Landessanitätsdirektion Salzburg sowie den baubiologischen Richtwerten für Schlafbereiche (SBM-2008) gegenüber gestellt.

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